Alfresco Enterprise 3.2 im Überblick
Jan 20, 2010 | by fmaul | 0 Comments

Seit kurzem ist die Enterprise Content Management Plattform Alfresco in der Version 3.2 verfügbar. Neben einer Reihe von Neuerungen, wie der neuen Records Management Komponente und der Unterstützung zur E-Mail Archivierung, sind auch viele Detailverbesserungen in diese Version eingeflossen. Einige interessante Aspekte werden im Folgenden näher betrachtet.

Records Management

Passend zu Alfresco 3.2 wurde ein neues Records Management Modul von Alfresco veröffentlicht, das nach DOD5015.2-Standard zertifiziert wurde. Es ermöglicht den Ablage- und Archivierungsprozess von Dokumenten zu steuern und nachvollziehbar zu dokumentieren, um eine rechtsichere Ablage von geschäftsrelevanten Informationen zu gewährleisten. Einen Überblick über die Zielsetzung und Funktionen dieses Moduls bietet der Alfresco Webcast zu Records Management.

EMail-Archivierung

Alfresco unterstützt die direkte Archivierung von E-Mails aus dem E-Mail-Client. Durch die Bereitstellung eines IMAP Servers können Benutzer direkt aus ihrem E-Mail-Client Dokumente per Drag and Drop in Ordnerstrukturen im Alfresco einsortieren, ohne dass ein zusätzlicher Client notwendig ist. Damit lassen sich geschäftsrelevante E-Mails einfach in die zugehörigen elektronischen Akten im Alfresco einsortieren oder über einen Team-Collaborations-Bereich austauschen. Sobald die E-Mails in Alfresco geschoben wurden, werden Anhänge extrahiert und über Navigation oder Volltextsuche wieder auffindbar.

Collaboration

Die Collaboration Anwendung Alfresco Share hat viele Detailverbesserungen erfahren. Unter anderem wurde die Metadaten-Bearbeitung erweitert, die nun die Erstellung und Bearbeitung eigener Dokumenttypen unterstützt. Außerdem wurden die Möglichkeiten zur Nutzeradministration verbessert und die Benutzerprofile ergänzt. Diese Erweiterungen zeigen, dass Alfresco auf dem Weg ist, die zunächst reine Collaboration Anwendung Share zu einer vollständigen Dokumentenmanagement-Lösung auszubauen.

Cloud Computing

Alfresco kann bereits seit langer Zeit als hochverfügbarer Cluster mit unterschiedlichen Konfigurationen betrieben werden. Zusammen mit der starken Ausrichtung auf Web-Technologien (HTTP, SOAP, REST, WEBDAV) bietet sich daher Alfresco als Plattform für Cloud Computing Anwendungen (SaaS / Software as a Service) besonders an. Alfresco Software hat den Trend zum Anwendungs-Outsourcing erkannt und in Version 3.2 die Unterstützung für Cloud Computing weiter verbessert.

  • Die Bereitstellung der Version 3.2 als virtuelle Maschine (AMI) für die Amazon Elastic Computing Cloud ermöglicht ein schnelles Starten mit einer eigenen Cloud-Anwendung.
  • Die neu entwickelte Mandantenfähigkeit ermöglicht es, eine große Alfresco Installation mehreren Kunden bereitzustellen.

Weitere Informationen

Die Alfresco Enterprise Version ist für alle Subscription Kunden verfügbar.  Alle Interessenten können wie üblich die 30-tägige Testversion herunterladen oder, noch einfacher, Alfresco in Form der Cloud-Demo online testen.

Detailinformationen zu Alfresco in Version 3.2 finden Sie auf folgenden Seiten: