Wie man sich Freiräume für Weiterbildung schafft – Praxisbeispiel aus der fme
Dez 21, 2018 | by Tobias Stein | 0 Comments

Kurz und knapp: fme ermöglicht es – über die > fme Academy hinaus –  spannende Weiterbildungsformate unkompliziert in den Arbeitsalltag zu integrieren. In diesem Blogpost erfahrt ihr, welche Erfahrungen ich mit dem > Udacity – Data Analyst  NanoDegree gemacht habe und wie sich umfangreiche Weiterbildungen in den Arbeitsalltag bei fme integrieren lassen.

Aber jetzt mal konkreter:

…mein Name ist Tobias Stein und ich arbeite seit gut 2 Jahren bei der fme AG als Assistent des Vorstands. Eine meiner Aufgaben ist die Aufbereitung und Analyse der fme Unternehmenskennzahlen und deren Visualisierung für das Management.

 

Was ist Udacity?

Udacity ist ein privater Anbieter von Weiterbildungen nach dem MOOC (massive open online courses) Prinzip. Gründer Sebastian Thrun hatte ursprünglich das Ziel, seine Informatik-Vorlesungen an der Universität Stanford einem breiten Publikum über das Internet frei zugänglich zu machen. Heute hat sich der Fokus etwas gewandelt und die Zielgruppe liegt nach meinem Empfinden eher auf kostenpflichtigen, beruflichen Weiterbildungen. Gemeinsam mit den bekannten Playern aus der Branche werden IT-Zukunftsthemen in praxisnahen Kursen aufgearbeitet.

 

Und funktioniert es?

Eigentlich ganz einfach.

Jede Lerneinheit besteht aus einem Theorieteil und kurzen Verständnisfragen; danach geht es direkt in die praktische Anwendung. Am Ende jedes Themenblocks ist eine Aufgabe zu bearbeiten, die an Udacity gesendet und von deinem Mentor überprüft wird. In der Regel erhält man nach weniger als 24h ein individuelles Feedback. Und falls man mal nicht weiterkommt gibt es Foren, Slack Channels und deinen Mentor, der dir unter die Arme greift.

 

Die Motivation: Warum das alles?

Ich bin bei der fme AG direkt nach meinem Studium eingestiegen und wie die meisten Jobeinsteiger brachte auch ich wenig bis keine Erfahrung im Umgang mit modernen Business Intelligence (BI) Lösungen, dem Werkzeug für die Analyse der Unternehmenskennzahlen, mit. Ganz ehrlich: Wer benötigt für sein Privatleben schon Kompetenzen bei der Datenanalyse? Bei (nicht-IT affinen) Bekannten bezeichne ich meinen Job zumeist als »ich werte Zahlen für meinen Chef aus«. Das erschien mir in der Vergangenheit die zutreffendste Tätigkeitsbeschreibung zu sein 😉

Im Job habe ich mein BI-Wissen im Laufe der Zeit sehr klassisch durch die Unterstützung meiner Kollegen, die tägliche Arbeit (learning-by-doing), den Besuch von Schulungen und dem Lesen von Fachliteratur erworben. So weit, so normal.

Ich war bereits seit 1,5 Jahren bei der fme als ich von dem Udacity Data Analyst NanoDegree zum ersten Mal gehört habe und neugierig wurde. Auf der Homepage las ich von IT-Zukunftsthemen…, praxisnahen Kursen…, von Experten unterrichtet. Davon wollte ich mir mein eigenes Bild machen. Schließlich lag mein eigener Studienabschluss noch nicht lange zurück und ein wenig gefehlt hat die Universität schon manchmal 😉 Und außerdem ist das doch für die Firma ein Benefit, wenn man sich weiterbildet, oder?

 

Wie sage ich es meinem Chef?

Zugegeben, mit dem direkten Draht als Assistent des Vorstands könnte die Entscheidung nicht schneller gehen. Schließlich sitzt der CEO ja gleich um die Ecke und im nächsten Abstimmungstermin könnte ich ihn einfach mal drauf ansprechen. Ich bereitete mich auf das Gespräch vor und arbeitete die Fakten des Kurses raus. Kursgebühr: $699, Aufwand ca. 10h/Woche über 4 Monate hinweg, Starttermin: Januar 2018, Inhalte des Kurses, Fit zu meiner Tätigkeit, Motivation, …

Die Antwortet war kurz, unmissverständlich und deutlich: »Klar – machen!«

Als ich später mit Kollegen darüber sprach, erzählten sie mir von gleichen Erfahrungen: Kurze und schnelle Entscheidungen über den eigenen Weiterbildungswunsch seitens der Vorgesetzten. Keine »mal sehen, wann wir das einschieben können« oder »uh – da müssen wir aber mal schauen, ob das Budget dafür noch reicht« Aussagen.

Mir hat dies einmal mehr gezeigt: fme stellt den Mitarbeiter in den Mittelpunkt. Man ist daran interessiert, das Potenzial, das in den Mitarbeitern schlummert, zu heben. Wichtigstes Ziel ist dabei, es muss dich in deiner Arbeit voranbringen und Sinn ergeben.

Eigeninitiative, wie in meinem Fall, ist natürlich optimal. Der Vorgesetzte weiß direkt, dass man commited ist, die Weiterbildung auch über mehrere Monate durchzuziehen.

 

Wie habe ich die Weiterbildung in meinen Arbeitsalltag eingebaut?

Der Kurs erforderte einen nicht unerheblichen Zeitinvest von ca. 10 Stunden pro Woche und das über ganze 4 Monate. Ein großer Zeitfaktor, den man normalerweise neben der normalen Arbeitszeit einkalkulieren müsste.  Zum Glück nicht bei uns.  Die knapp 20 Arbeitstage, die dafür zu investieren waren, lösten wir so, dass ich in meinem Kalender jeweils den Freitag blockte und einen Home-Office Tag einlegte. So konnte ich freitags 8 Stunden in Ruhe und voll konzentriert an meinem Udacity-Projekt arbeiten. Natürlich hat es nicht jede Woche so gut funktioniert und es erforderte viel Konsequenz, Besprechungen abzusagen mit der Bemerkung, dass man eine Weiterbildung belege und dafür Zeit benötige.

Ab und an wurden doch E-Mails beantwortet, Telefongespräche geführt oder ein Meeting belegt, aber größtenteils habe ich den Freitag dazu nutzen können, mich weiterzubilden. Die Rückendeckung zu erhalten, mich freitags aus der Arbeit rauszuziehen, war tatsächlich Luxus.

 

Fazit

Zwar habe ich den Kurs nicht ganz in 4 Monaten abschließen können, aber ich war noch im Zeitplan. Mein Wissen im Bereich Datenaufbereitung und -analyse habe ich erweitert und auch bereits manche Anregungen in meine tägliche Arbeit bei der fme einfließen lassen. Der Kurs bot einen spannenden Einblick und teils andere Sichtweisen jenseits der beruflichen Aufgaben.

Mir ist es gelungen, die Weiterbildung in meinen Arbeitsalltag zu integrieren und erfolgreich abzuschließen; gerade weil die fme nötige Freiräume bietet und Weiterbildungen, auch jenseits von 2-3 Tagen, unkompliziert ermöglicht. Erwartungen erfüllt 🙂